Künstliche Befruchtung: Methoden, Ablauf & Kosten · WIF Wien
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Künstliche Befruchtung: Methoden, Ablauf und Chancen.

„Künstliche Befruchtung“ ist der Überbegriff für Behandlungen, bei denen wir der Natur gezielt nachhelfen – von der Insemination bis zu IVF und ICSI. Hier erfahren Sie, welche Methode wann sinnvoll ist, wie eine Behandlung abläuft und was sie kostet. Erklärt vom Institut, das 1982 das erste IVF-Baby Österreichs begleitet hat.

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Der Begriff klingt technischer, als die Behandlung ist: Bei der künstlichen Befruchtung (assistierte Reproduktion) unterstützen wir den natürlichen Vorgang der Befruchtung genau dort, wo er bei Ihnen ins Stocken gerät. Je nach Ursache reicht das von sanfter Zyklusunterstützung bis zur Befruchtung der Eizelle im Labor.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Wege: Bei der Insemination findet die Befruchtung im Körper statt – aufbereitete Spermien werden zum optimalen Zeitpunkt in die Gebärmutter eingebracht. Bei IVF und ICSI geschieht die Befruchtung außerhalb des Körpers im Labor, der entstandene Embryo wird anschließend in die Gebärmutter übertragen.

Die drei Methoden im Vergleich

IUI, IVF oder ICSI – was passt wann?

Welche Methode die richtige ist, hängt von der Ursache, dem Alter und Ihrer Vorgeschichte ab. Die Faustregel: so sanft wie möglich, so wirksam wie nötig.

Insemination (IUI)

Aufbereitete Spermien werden zum Eisprung direkt in die Gebärmutter eingebracht. Sinnvoll bei leicht eingeschränkter Spermienqualität, Zyklusproblemen oder als erster Schritt. Schonend, schnell, ohne Narkose. Mehr zur Insemination →

IVF (In-vitro-Fertilisation)

Nach hormoneller Stimulation werden Eizellen entnommen und im Labor mit den Spermien zusammengebracht – die Befruchtung geschieht „von selbst“ im Glas. Der Klassiker seit 1978, bei uns seit 1982 stetig weiterentwickelt. Mehr zur IVF →

ICSI

Ein einzelnes Spermium wird direkt in die Eizelle injiziert – die Methode der Wahl bei eingeschränkter Spermienqualität. 1993 haben wir ICSI in Österreich eingeführt. Verfeinerungen wie PICSI und CHIPSI wählen die besten Spermien aus. Mehr zur ICSI →

Der Ablauf

So läuft eine künstliche Befruchtung ab.

Am Beispiel einer IVF/ICSI-Behandlung – ein Zyklus dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

1

Abklärung & Plan

Erstgespräch mit Ultraschall, Hormonstatus und Spermiogramm. Daraus entsteht Ihr individueller Behandlungsplan – abgestimmt auf Ursache, Alter und Vorgeschichte.

2

Hormonelle Stimulation

Etwa 10 bis 12 Tage lang reifen mehrere Eibläschen heran. Wir begleiten diese Phase engmaschig mit Ultraschall- und Hormonkontrollen aus dem hauseigenen Labor.

3

Eizellentnahme

Die ultraschallgezielte Punktion – 1984 bei uns mitentwickelt und heute weltweiter Standard – dauert nur wenige Minuten und erfolgt in kurzer Sedierung.

4

Befruchtung im Labor

IVF oder ICSI: Unsere Embryolog:innen begleiten die Entwicklung der Embryonen in modernsten Inkubatoren, bei Bedarf ergänzt durch Assisted Hatching oder Präimplantationsdiagnostik.

5

Embryotransfer

Der Transfer des Embryos in die Gebärmutter ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Überzählige Embryonen können kryokonserviert werden – für spätere Versuche ohne erneute Stimulation.

6

Schwangerschaftstest

Rund zwei Wochen nach dem Transfer wissen Sie Bescheid. Wir begleiten Sie weiter, bis die Schwangerschaft sicher bestätigt ist – und sind auch da, wenn es diesmal nicht geklappt hat.

Kosten & IVF-Fonds

Was kostet eine künstliche Befruchtung?

Österreich hat mit dem IVF-Fonds eine der patientenfreundlichsten Regelungen Europas: Bei Erfüllung der Voraussetzungen – unter anderem medizinische Indikation, Frau unter 40, Mann unter 50 – übernimmt der Fonds rund 70 Prozent der Kosten für IVF- und ICSI-Behandlungen. Das WIF ist seit 2000 Vertragsinstitut.

Was das für Ihre Situation konkret bedeutet, rechnen wir im Erstgespräch transparent durch. Alle Details: Kosten & Förderung und Voraussetzungen.

Kostenberatung zur künstlichen Befruchtung in Wien

Rechtliches in Österreich – kurz erklärt

Künstliche Befruchtung ist in Österreich durch das Fortpflanzungsmedizingesetz geregelt. Erlaubt sind unter anderem IVF, ICSI, Samenspende sowie – seit 2015 – die Eizellspende (mit Altersgrenzen). Auch lesbische Paare können mit Samenspende behandelt werden. Nicht erlaubt ist die Leihmutterschaft. Was das für Ihren Weg bedeutet, klären wir gemeinsam – einen Überblick gibt unsere Seite Rechtliche Grundlagen.

„Nachdem wir schon andere Institute ausprobiert hatten, sind wir beim Wif gelandet. Wir waren in besten Händen. Trotz Misserfolgen waren die Mitarbeiter immer sehr um uns bemüht und nach einigen Monaten stellte sich endlich ein Erfolg ein. Vielen Dank!“

DocFinder-Bewertung · Wunschbaby Institut Feichtinger
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Häufige Fragen

Künstliche Befruchtung: die wichtigsten Antworten.

Wie hoch sind die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung?

Die Chancen hängen vor allem vom Alter der Frau, der Ursache und der gewählten Methode ab – pauschale Zahlen führen deshalb in die Irre. Wichtig zu wissen: Die Chancen summieren sich über mehrere Zyklen. Im Erstgespräch nennen wir Ihnen eine ehrliche, auf Ihre Situation bezogene Einschätzung.

Ist eine künstliche Befruchtung schmerzhaft?

Die meisten Schritte sind schmerzarm: Die Insemination ist mit einem Zellabstrich vergleichbar, der Embryotransfer schmerzfrei. Die Eizellentnahme erfolgt in kurzer Sedierung – Sie schlafen dabei. Die Hormonspritzen setzen sich die meisten Patientinnen nach kurzer Anleitung problemlos selbst.

Wie oft kann man eine künstliche Befruchtung machen?

Medizinisch gibt es keine starre Obergrenze – der IVF-Fonds fördert bis zu vier Versuche pro angestrebter Schwangerschaft. Nach jedem Zyklus analysieren wir die Ergebnisse und passen die Strategie an, statt einfach „mehr vom Gleichen“ zu machen.

Erhöht künstliche Befruchtung das Risiko für Fehlbildungen?

Millionen Kinder sind weltweit nach IVF und ICSI geboren worden – die Verfahren gelten als sicher, das Fehlbildungsrisiko ist nur minimal erhöht und hängt eher mit den Ursachen der Unfruchtbarkeit als mit der Methode zusammen. Bei erblichen Risiken bietet unser Genetiklabor zusätzliche Sicherheit.

Kommt es bei künstlicher Befruchtung häufiger zu Zwillingen?

Früher ja – heute ist der Einzeltransfer eines Embryos der Standard, gerade weil Einlingsschwangerschaften für Mutter und Kind sicherer sind. Überzählige Embryonen werden kryokonserviert und können später ohne neue Stimulation verwendet werden.

Wie lange sollte man es natürlich versuchen, bevor man sich für eine künstliche Befruchtung entscheidet?

Unter 35 empfehlen wir eine Abklärung nach zwölf Monaten, über 35 nach sechs Monaten ohne Erfolg. Eine Abklärung heißt aber nicht automatisch künstliche Befruchtung – oft reichen sanftere Wege. Einen guten Einstieg bietet unser Ratgeber Schwanger werden.

Übernimmt die Krankenkasse die künstliche Befruchtung?

In Österreich läuft die Förderung über den IVF-Fonds, nicht über die klassische Kassenleistung: Rund 70 Prozent der Kosten für IVF/ICSI werden bei Erfüllung der Voraussetzungen übernommen. Die Insemination ist keine Fondsleistung, aber deutlich günstiger. Details klären wir im Erstgespräch.

IVF oder ICSI – was ist besser?

Keines ist pauschal „besser“: Bei normaler Spermienqualität ist die klassische IVF der natürlichere Weg, bei eingeschränkter Qualität führt ICSI zuverlässiger zur Befruchtung. Wir entscheiden das anhand von Spermiogramm und Vorgeschichte – manchmal auch geteilt im selben Zyklus.

Ihr nächster Schritt

Finden wir heraus, welcher Weg zu Ihnen passt.

Kostenloser Infoabend zum Kennenlernen oder gleich das ausführliche Erstgespräch – Sie entscheiden.

Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75

Erstberatung Infoabend