IVF – einfach erklärt.
In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine medizinische Methode, um eine Schwangerschaft herbeizuführen – auch wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt. Diese Seite erklärt einfach und verständlich, wie IVF funktioniert, wer sie braucht und was dabei passiert.
Was ist IVF?
IVF ist eine Abkürzung. Sie steht für In-vitro-Fertilisation.
Das ist ein schwieriges Wort. Es bedeutet:
Eine Schwangerschaft beginnt nicht im Körper, sondern zuerst im Labor.
IVF hilft Menschen, die ein Kind möchten, aber auf natürlichem Weg nicht schwanger werden.
Wer braucht IVF?
Manche Menschen haben Schwierigkeiten, ein Baby zu bekommen. Dafür gibt es viele Gründe:
- Die Frau hat Probleme mit den Eileitern. (Die Eileiter sind wie kleine Röhren zwischen den Eierstöcken und der Gebärmutter.)
- Der Mann hat sehr wenige oder unbewegliche Spermien. (Spermien sind die Samenzellen.)
- Es wurde schon viel versucht, aber es hat bisher nicht geklappt.
- Zwei Frauen oder eine alleinstehende Frau wünschen sich ein Kind. (In manchen Ländern ist das erlaubt, in anderen nicht.)
- Zwei Männer möchten mit Hilfe einer Leihmutter ein Kind bekommen. (In manchen Ländern ist das erlaubt, in anderen nicht.)
Die vier Schritte einer IVF.
Die Eizellen der Frau wachsen lassen
Die Frau bekommt Medikamente (Hormone). Diese helfen dem Körper, mehrere Eizellen gleichzeitig wachsen zu lassen.
Normalerweise reift nur eine Eizelle pro Monat. Mit den Medikamenten wachsen mehrere.
Eizellen entnehmen
Wenn die Eizellen reif sind, werden sie aus dem Körper herausgenommen.
Das macht der Arzt mit einer kleinen Nadel.
Die Frau bekommt dabei eine Narkose, damit sie nichts spürt.
Befruchtung im Labor
Die Eizellen werden im Labor mit Spermien vermischt.
Das kann das Sperma vom Partner sein – oder von einem Spender.
Einige Eizellen werden dann befruchtet. Das bedeutet: Aus Eizelle + Spermium entsteht ein Embryo.
Ein Embryo ist der erste Anfang eines Babys.
Embryo in die Gebärmutter einsetzen
Ein Embryo wird nun vorsichtig in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.
Dort kann er sich einnisten.
Wenn das gut klappt, entsteht eine Schwangerschaft. Die Frau ist dann schwanger.
Was passiert nach dem Einsetzen?
Nach dem Einsetzen heißt es: abwarten.
Nach etwa 2 Wochen macht die Frau einen Schwangerschaftstest.
Wenn der Test positiv ist: Herzlichen Glückwunsch!
Wenn nicht, kann man es noch einmal versuchen.
Wichtige Infos
- IVF ist ein sicherer, medizinischer Vorgang.
- Manchmal klappt es beim ersten Mal. Manchmal braucht es mehrere Versuche.
- Die Frau und auch der Partner werden gut betreut.
- Es gibt psychologische Hilfe, wenn jemand Sorgen oder Ängste hat.
- Die Kosten kann manchmal die Krankenkasse übernehmen. Das hängt vom Land und der Situation ab.
Wie lange dauert eine IVF?
Etwa so lange wie ein Monat
Eine IVF-Behandlung dauert meistens etwa 3 bis 4 Wochen.
Das ist ungefähr so lang wie ein Zyklus.
Ein Zyklus ist die Zeit von einer Regelblutung bis zur nächsten.
Der Ablauf ist so:
- Etwa 2 Wochen: Medikamente für die Eizellen.
- 1 Tag: Die Eizellen werden entnommen.
- 2 bis 5 Tage: Die Eizellen sind im Labor.
- 1 Tag: Der Embryo wird eingesetzt.
- Etwa 2 Wochen: warten und dann testen.
Wie oft muss ich kommen?
Sie müssen nicht jeden Tag zu uns kommen.
Meistens kommen Sie nur ein paar Mal für eine kurze Untersuchung.
Wir schauen dann mit Ultraschall nach den Eizellen.
Das dauert nur wenige Minuten und tut nicht weh.
Die Medikamente können Sie zu Hause nehmen.
Wir zeigen Ihnen genau, wie das geht.
Ihr Partner oder Ihre Partnerin darf dabei helfen.
So läuft Ihr erster Besuch ab.
Sie müssen nichts vorbereiten. Sie dürfen einfach anrufen.
Sie melden sich bei uns
Sie rufen uns an. Oder Sie schreiben uns über das Kontakt-Formular.
Wir machen dann einen Termin mit Ihnen aus.
Sie können auch zuerst zu einem kostenlosen Infoabend kommen. Dort erklären wir alles. Sie müssen sich dort noch nicht entscheiden.
Das erste Gespräch
Wir hören Ihnen zu.
Sie erzählen uns, was bisher war.
Wir erklären Ihnen, was wir machen können.
Sie dürfen alle Fragen stellen. Auch Fragen, die Ihnen peinlich sind. Für uns sind sie normal.
Sie dürfen jemanden mitbringen.
Die Untersuchungen
Wir schauen nach, warum es bisher nicht geklappt hat.
Bei der Frau: Blut abnehmen und Ultraschall.
Beim Mann: eine Untersuchung vom Sperma. Das heißt Spermiogramm.
Wir haben unser eigenes Labor im Haus. Sie müssen also nicht in ein anderes Haus fahren.
Der Plan
Wir sagen Ihnen, welche Behandlung für Sie am besten passt.
Manchmal ist das eine IVF.
Manchmal reicht etwas Kleineres, zum Beispiel eine Insemination.
Sie entscheiden. Wir drängen Sie nicht.
Der Start
Wenn Sie bereit sind, beginnen wir.
Sie bekommen einen Plan mit allen Terminen.
Sie bekommen auch eine Telefon-Nummer.
Dort können Sie anrufen, wenn Sie unsicher sind.
Wichtige Wörter – einfach erklärt.
Im Kinderwunsch-Zentrum hören Sie viele schwierige Wörter. Hier sind die wichtigsten.
Rund um den Körper
- Eizelle: die Zelle der Frau. Aus ihr kann ein Baby werden.
- Spermium: die Samenzelle vom Mann.
- Eierstock: Dort wachsen die Eizellen.
- Eileiter: kleine Röhren. Sie verbinden Eierstock und Gebärmutter.
- Gebärmutter: Dort wächst das Baby.
Rund um die Behandlung
- Hormone: Medikamente. Sie helfen den Eizellen beim Wachsen.
- Ultraschall: ein Bild vom Bauch. Es tut nicht weh.
- Narkose: Sie schlafen kurz. Sie spüren nichts.
- Labor: ein Raum mit Mikroskopen. Dort arbeiten Fachleute.
- Transfer: Der Embryo wird in die Gebärmutter gesetzt.
Namen von Methoden
- IVF: Eizelle und viele Spermien kommen im Labor zusammen.
- ICSI: Ein einzelnes Spermium wird in die Eizelle gesetzt.
- Insemination: Das Sperma wird in die Gebärmutter gegeben.
- Embryo: der erste Anfang von einem Baby.
- Einnistung: Der Embryo bleibt in der Gebärmutter.
Zwei Fragen, die viele stellen.
Was ist der Unterschied zwischen IVF und ICSI?
Bei der IVF legen wir eine Eizelle und viele Spermien zusammen in ein Schälchen.
Ein Spermium findet dann selbst den Weg in die Eizelle.
Bei der ICSI nehmen wir ein einzelnes Spermium.
Wir setzen es mit einer sehr feinen Nadel direkt in die Eizelle.
ICSI hilft, wenn der Mann sehr wenige oder langsame Spermien hat.
Wir sagen Ihnen, was für Sie besser ist.
Was kann ich selbst tun?
Sie können etwas tun. Aber Sie sind nicht schuld, wenn es nicht klappt.
- Nicht rauchen. Das ist wichtig für Frauen und für Männer.
- Wenig oder keinen Alkohol trinken.
- Sich normal bewegen. Ein Spaziergang ist gut.
- Genug schlafen.
- Über Ihre Sorgen reden. Mit Ihrem Partner. Oder mit uns.
Mehr Tipps finden Sie auf der Seite schwanger werden.
Wunschbaby begleitet Sie
Bei Wunschbaby kümmern wir uns um alle Menschen – mit oder ohne Behinderung.
Wir erklären alles ganz genau.
Sie dürfen alle Fragen stellen.
Wir nehmen uns Zeit für Sie.
Wir wünschen uns: Dass Ihr größter Wunsch – ein Baby – Wirklichkeit wird.
Häufige Fragen zur IVF – einfach beantwortet.
Tut eine IVF weh?
Das Meiste tut nicht weh.
Die Untersuchungen mit Ultraschall spüren Sie kaum.
Beim Entnehmen der Eizellen bekommen Sie Schlaf-Mittel und Schmerz-Mittel. Sie spüren dabei nichts.
Das Einsetzen vom Embryo dauert nur ein paar Minuten und tut fast nie weh.
Die Spritzen mit den Hormonen sind sehr klein und gehen unter die Haut.
Wie lange dauert eine IVF?
Meistens etwa 3 bis 4 Wochen.
Zuerst nehmen Sie ungefähr 2 Wochen Medikamente.
Dann werden die Eizellen entnommen.
Ein paar Tage später wird der Embryo eingesetzt.
Danach warten Sie etwa 2 Wochen bis zum Test.
Muss ich in der Zeit im Krankenhaus bleiben?
Nein. Sie kommen nur für kurze Termine zu uns.
Am Tag der Eizell-Entnahme bleiben Sie ungefähr 1 bis 2 Stunden bei uns. Dann dürfen Sie nach Hause.
Sie sollten an diesem Tag nicht selbst Auto fahren, weil Sie Schlaf-Mittel bekommen haben.
Klappt eine IVF beim ersten Mal?
Manchmal ja. Manchmal braucht es mehrere Versuche.
Das ist normal und kein Fehler von Ihnen.
Wie gut die Chance ist, hängt vor allem vom Alter der Frau ab. Auch die Gesundheit spielt eine Rolle.
Wir sagen Ihnen ehrlich, was in Ihrer Situation möglich ist.
Was passiert, wenn der Test negativ ist?
Das ist sehr traurig. Sie dürfen traurig sein.
Wir sprechen dann mit Ihnen über den nächsten Schritt.
Vielleicht gibt es noch eingefrorene Embryonen. Dann kann man es damit versuchen.
Vielleicht ändern wir auch etwas am Plan.
Sie können auch eine Pause machen. Das ist erlaubt.
Wer bezahlt die IVF?
In Österreich gibt es den IVF-Fonds.
Der Fonds kann einen Teil der Kosten übernehmen.
Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Zum Beispiel das Alter und der Grund für die Behandlung.
Wir haben einen Vertrag mit dem IVF-Fonds. Wir prüfen mit Ihnen, ob es bei Ihnen möglich ist. Und wir sagen Ihnen vorher, was auf Sie zukommt.
Bekomme ich Hilfe, wenn ich Angst habe?
Ja. Angst und Sorgen gehören dazu.
Bei uns können Sie mit einer Psychologin oder einem Psychologen sprechen.
Sie dürfen auch bei jedem Termin fragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.
Wir erklären es dann noch einmal. Auch mehrmals. Das ist kein Problem.
Wo kann ich zu Ihnen kommen?
Wir haben drei Standorte: in Wien, in Baden und in St. Pölten.
Sie können sich den Ort aussuchen, der für Sie am besten passt.
Alle Behandlungen und alle Untersuchungen gibt es bei uns im Haus.
Alle Adressen und Telefon-Nummern finden Sie auf der Seite Kontakt.
Wir erfüllen Ihren Kinderwunsch!
Stellen Sie uns Ihre Fragen – wir nehmen uns Zeit für Sie.
Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75