Eizellspende Österreich · Wunschbaby Institut Feichtinger Wien
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Eizellspende am Wunschbaby Institut Feichtinger in Wien und Baden.

Eine mögliche Form zur Behandlung des unerfüllten Kinderwunsches ist die Eizellspende. Seit 2015 ist sie in Österreich gesetzlich erlaubt – Frauen können sich bis zum 45. Geburtstag für diese Therapie entscheiden.

Überblick

Wem kann eine Eizellspende helfen?

Eine Eizellspende kann Frauen, die nicht mit ihren eigenen Eizellen schwanger werden, zum ersehnten Wunschbaby verhelfen. Mögliche Gründe, bei denen wir Eizellspenden durchführen, sind der vorzeitige Wechsel (POF – Premature Ovarian Failure), wiederholte frustrane IVF-Versuche bei einer stark erniedrigten Eierstockreserve oder wenn aus eigenen Stimulationen keine gesunden Embryonen gewonnen werden konnten.

Indikationen

Wann wir eine Eizellspende durchführen.

Vorzeitiger Wechsel

Bei einem vorzeitigen Wechsel (POF – Premature Ovarian Failure) stehen keine eigenen befruchtungsfähigen Eizellen mehr zur Verfügung.

Erfolglose IVF-Versuche

Nach wiederholten frustranen IVF-Versuchen bei einer stark erniedrigten Eierstockreserve.

Keine gesunden Embryonen

Wenn aus eigenen Stimulationen keine gesunden Embryonen gewonnen werden konnten.

Medizinischer Hintergrund

Wie eine Eizellspende medizinisch funktioniert

Bei einer Eizellspende werden zwei Behandlungswege parallel geführt: der der Spenderin und der Ihrer eigenen Gebärmutter. Beide müssen zeitlich exakt aufeinander abgestimmt sein – und genau darin liegt der organisatorische Kern dieser Therapie.

Bei der Spenderin

Die Spenderin durchläuft eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke, wie sie auch bei einer klassischen IVF-Behandlung erfolgt. Sind die Eibläschen ausreichend gereift, werden die Eizellen in einem kurzen, ambulanten Eingriff entnommen. Vor jeder Spende stehen umfangreiche medizinische Untersuchungen sowie eine ausführliche Aufklärung – auch über die rechtlichen Folgen ihrer Zustimmung.

Die Befruchtung im Labor

Die gespendeten Eizellen werden mit den Samenzellen Ihres Partners befruchtet – in der Regel mittels ICSI, weil dieses Verfahren mit einzelnen Samenzellen präzise arbeitet und die Befruchtung zuverlässig gelingt. Die entstehenden Embryonen werden im Labor über mehrere Tage bis zum Blastozystenstadium kultiviert und beurteilt.

Bei Ihnen: Vorbereitung der Gebärmutter

Ihre Gebärmutterschleimhaut wird mit Hormonen so aufgebaut, dass sie zum Zeitpunkt des Transfers optimal aufnahmebereit ist. Der Transfer selbst dauert nur wenige Minuten und braucht keine Narkose. Danach wird die Hormonunterstützung fortgeführt, bis der Schwangerschaftstest und die ersten Ultraschallkontrollen erfolgt sind. Eine Schwangerschaft nach Eizellspende verläuft anschließend wie jede andere Schwangerschaft – begleitet von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Frischtransfer oder Kryozyklus

Je nach Konstellation erfolgt der Transfer im selben Zyklus oder die Embryonen werden zunächst eingefroren und in einem eigens vorbereiteten Zyklus übertragen. Der Kryozyklus nimmt den Zeitdruck aus der Abstimmung und lässt sich gut planen. Welcher Weg für Sie günstiger ist, besprechen wir vorab.

Rechtlicher Rahmen

Eizellspende in Österreich: die gesetzlichen Voraussetzungen

Mit dem Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz ist die Eizellspende in Österreich seit 2015 zulässig. Der gesetzliche Rahmen ist klar umrissen:

  • Die Frau, bei der die Schwangerschaft herbeigeführt werden soll, darf zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Eizellen dürfen für eine dritte Person nur vom vollendeten 18. bis zum vollendeten 30. Lebensjahr der Spenderin entnommen werden.
  • Die Eizellspende ist zulässig, wenn die eigenen Eizellen nicht fortpflanzungsfähig sind.
  • Eine Behandlung ist in einer Ehe, einer eingetragenen Partnerschaft oder einer Lebensgemeinschaft möglich.
  • Vor der Behandlung ist eine eingehende notarielle Beratung über die rechtlichen Folgen der Zustimmung vorgesehen.
  • Eine anonyme Spende ist nicht erlaubt: Das Kind kann ab dem vollendeten 14. Lebensjahr Auskunft über die Identität der Spenderin erhalten.
  • Leihmutterschaft ist in Österreich verboten – eine Eizellspende ist ausschließlich für die Frau möglich, die die Schwangerschaft selbst austrägt.

Stand: 2026. Gesetzliche Vorgaben und ihre praktische Umsetzung entwickeln sich weiter; im Beratungsgespräch klären wir die Details für Ihre persönliche Situation. Einen Überblick finden Sie auch auf unserer Seite zu den rechtlichen Grundlagen.

Ablauf

Ihr Weg zur Eizellspende – Schritt für Schritt.

Wie lange der Weg dauert, hängt von der Spenderinnenauswahl und Ihrer Vorbereitung ab. Wir sagen Ihnen bei jedem Schritt, was als Nächstes kommt.

1

Erstgespräch und Abklärung

Wir sichten alle bisherigen Befunde, prüfen die medizinische Indikation und besprechen offen, welche Aussichten realistisch sind. Dazu gehören eine gynäkologische Untersuchung, die Beurteilung der Gebärmutter sowie ein Spermiogramm Ihres Partners.

2

Aufklärung und notarielle Beratung

Sie erhalten eine ausführliche medizinische Aufklärung. Zusätzlich ist eine notarielle Beratung über die rechtlichen Folgen der Zustimmung vorgesehen – für beide Partner.

3

Spenderinnenauswahl

Wir stellen Ihnen ein Profil vor, das zu Ihnen passt – oder Sie bringen eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

4

Zyklusabstimmung

Die Stimulation der Spenderin und der Aufbau Ihrer Gebärmutterschleimhaut werden zeitlich koordiniert. Bei einem Kryozyklus entfällt dieser Abstimmungsdruck, weil die Embryonen bereits eingefroren vorliegen.

5

Befruchtung im Labor

Die entnommenen Eizellen werden mit den Samenzellen Ihres Partners befruchtet und über mehrere Tage kultiviert. Sie erhalten laufend Rückmeldung zur Entwicklung.

6

Embryotransfer und Nachbetreuung

Der Transfer erfolgt ohne Narkose und dauert nur wenige Minuten. Danach begleiten wir Sie durch die Hormonunterstützung, den Schwangerschaftstest und die ersten Ultraschallkontrollen.

Offene Spende: die gesetzliche Regelung in Österreich

Im Großteil der Länder, in denen die Eizellspende als Therapiemöglichkeit erlaubt ist, erfolgt sie anonym. In Österreich sind jedoch nur „offene Spenden“ möglich: Das Kind kann mit dem vollendeten 14. Lebensjahr die Identität der Spenderin erfahren.

Spenderinnenauswahl

Wir kooperieren mit international bekannten Eizellbanken. Sämtliche Spenderinnen müssen die strengen, vom österreichischen Gesetz festgelegten Untersuchungen durchlaufen. Dadurch können wir für unsere Patientinnen und Patienten die optimale Spenderin gewährleisten. Es ist jedoch auch möglich, eine Spenderin aus dem Bekanntenkreis mitzubringen – zum Beispiel eine Familienangehörige oder Freundin, wenn diese den 30. Geburtstag noch nicht erreicht hat.

Beratungsgespräch

Bei unserem ersten Beratungsgespräch erfahren Sie alle nötigen Informationen zum Thema Eizellspende – zur Vorbereitung auf die Behandlung, Spenderinnenselektion, zum Therapieablauf, zu zeitlichen Aspekten sowie zum geplanten Embryotransfer.

Bei etwaigen Fragen treten Sie gerne mit unseren Spezialist:innen für Eizellspende in Kontakt! Weitere Informationen finden Sie auch auf eizellspende-oesterreich.at.

Auswahl und Sicherheit

Wie eine Spenderin ausgewählt wird.

Untersuchungen und Eignung

Vor jeder Spende stehen umfangreiche Untersuchungen: Hormonstatus und Beurteilung der Eizellreserve, gynäkologische Untersuchung, Infektionsserologien sowie humangenetische Abklärung und Beratung. Auch die persönliche Eignung und das Verständnis für die Tragweite der Entscheidung werden im Aufklärungsgespräch sorgfältig geprüft.

Das Wunschbaby Institut Feichtinger verfügt über ein eigenes Genetiklabor am Standort. Befunde bleiben damit im Haus – ohne Umwege, mit persönlicher Einordnung der Ergebnisse.

Was beim Matching berücksichtigt wird

Bei der Zuordnung achten wir auf Blutgruppe sowie auf äußere Merkmale wie Haar-, Augen- und Hautfarbe oder Körpergröße und -statur, damit das Kind in Ihre Familie „hineinpasst“. Ausgeschlossen ist jede Form der Auswahl nach Eigenschaften, die über diesen medizinisch und familiär sinnvollen Rahmen hinausgehen.

Sie können auch eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mitbringen – etwa eine Schwester oder Freundin –, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Diese Variante will besonders gut überlegt sein; wir sprechen mit allen Beteiligten getrennt und ausführlich darüber.

Emotional gut begleitet

Die Frage, die viele Paare am meisten beschäftigt

Nicht die Medizin, sondern das Gefühl ist für viele Paare die größere Hürde: Wird das Kind wirklich „mein“ Kind sein? Diese Frage stellen sich fast alle Frauen, die über eine Eizellspende nachdenken. Sie ist berechtigt, und sie verdient eine ehrliche Antwort – keine beschwichtigende.

Rechtlich ist die Sache eindeutig: Mutter ist die Frau, die das Kind zur Welt bringt. Auch biologisch trägt Ihre Schwangerschaft mehr zum Kind bei, als lange angenommen wurde – Sie prägen die gesamte Entwicklung im Mutterleib. Und praktisch entsteht Elternschaft dort, wo ein Kind aufwächst, getragen und geliebt wird.

Weil Österreich ausschließlich die offene Spende kennt, empfehlen wir, die Entstehungsgeschichte von Anfang an als Teil der Familiengeschichte zu behandeln. Kinder gehen mit diesem Wissen erfahrungsgemäß dann gut um, wenn es früh, altersgerecht und selbstverständlich Thema war – nicht als spätes Geheimnis. Für diese Gespräche nehmen wir uns Zeit, gerne auch mehrfach und bevor Sie eine Entscheidung treffen. Hintergründe zum späteren Kinderwunsch finden Sie auch auf unserer Seite Spätes Mutterglück.

Eigene Eizell- und Samenbank am Standort

Als Pionier der Reproduktionsmedizin in Österreich seit 1982/83 haben wir die Technik der Kryokonservierung 1991 mitentwickelt – die Grundlage jeder modernen Eizellspende. Wir verfügen über eine eigene Samen- und Eizellbank sowie ein eigenes Genetiklabor. Über 30.000 Kinder sind mit unserer Begleitung zur Welt gekommen.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Eizellspende.

Ist die Eizellspende in Österreich erlaubt?

Ja. Seit 2015 ist die Eizellspende in Österreich gesetzlich zulässig. Sie ist an Voraussetzungen gebunden: Die Empfängerin darf zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, Eizellen dürfen nur vom vollendeten 18. bis zum vollendeten 30. Lebensjahr der Spenderin entnommen werden, und die Behandlung ist in einer Ehe, eingetragenen Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft möglich (Stand: 2026). Die Details klären wir im Beratungsgespräch.

Bis zu welchem Alter ist eine Eizellspende möglich?

Das Gesetz sieht vor, dass die Frau, bei der die Schwangerschaft herbeigeführt werden soll, zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Unabhängig davon prüfen wir immer auch die medizinische Eignung für eine Schwangerschaft – etwa Blutdruck, Stoffwechsel und den Zustand der Gebärmutter. Diese Beurteilung erfolgt individuell.

Bleibt die Spenderin anonym?

Nein. Österreich kennt ausschließlich die offene Spende. Das Kind kann ab dem vollendeten 14. Lebensjahr Auskunft über die Identität der Spenderin erhalten. Das bedeutet nicht, dass die Spenderin eine Rolle im Familienleben spielt oder Rechte gegenüber dem Kind hat – rechtliche Mutter ist die Frau, die das Kind zur Welt bringt.

Kann ich eine Spenderin aus meinem Umfeld mitbringen?

Ja, das ist möglich – zum Beispiel eine Schwester, eine andere Angehörige oder eine Freundin, sofern sie den 30. Geburtstag noch nicht erreicht hat und alle vorgeschriebenen Untersuchungen absolviert. Wir führen die Aufklärungsgespräche mit allen Beteiligten sorgfältig und getrennt, weil eine solche Konstellation langfristig gut tragfähig sein muss.

Wird mit den gespendeten Eizellen eine IVF oder eine ICSI durchgeführt?

In der Regel eine ICSI: Dabei wird eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert. Weil gespendete Eizellen ein besonders wertvolles Gut sind, wählen wir das Verfahren mit der zuverlässigsten Befruchtung. Der weitere Ablauf – Kultur der Embryonen und Transfer – entspricht dem einer IVF-Behandlung.

Wie lange dauert es, bis eine passende Spenderin gefunden ist?

Das hängt von Ihren Voraussetzungen und der Verfügbarkeit passender Profile ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Wir informieren Sie transparent über den aktuellen Stand und melden uns, sobald ein Profil vorliegt, das zu Ihnen passt. Wartezeiten nutzen wir für Ihre Vorbereitung, damit danach kein Zeitverlust entsteht.

Kann eine Eizellspende mit einer Samenspende kombiniert werden?

Das ist eine Frage des Einzelfalls und rechtlich klar geregelt. Wenn Samen einer dritten Person verwendet werden soll, gelten dafür eigene Voraussetzungen. Bitte sprechen Sie uns an – wir prüfen Ihre Konstellation und sagen Ihnen offen, was in Österreich möglich ist und was nicht (Stand: 2026). Einen Überblick gibt unsere Seite zur Samen- und Eizellbank.

Verläuft eine Schwangerschaft nach Eizellspende anders?

Die Schwangerschaft selbst verläuft wie jede andere und wird von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt betreut. In der Frühphase führen wir die Hormonunterstützung fort und kontrollieren engmaschig. Wie bei jeder Schwangerschaft in fortgeschrittenem Alter achten wir besonders auf Blutdruck und Zuckerstoffwechsel – das ist Teil der normalen Vorsorge.

Ihr nächster Schritt

Sprechen wir über die Eizellspende.

Unsere Spezialist:innen beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich.

Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75

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