FSH
Das follikelstimulierende Hormon aus der Hirnanhangsdrüse regt das Wachstum der Eibläschen im Eierstock an – ein zentraler Wert zur Beurteilung der Eierstockfunktion.
Hormone steuern den Zyklus, die Eizellreifung und den Eisprung – und damit die Grundlage jeder Schwangerschaft. Bereits kleinere Abweichungen können das Schwangerwerden erschweren. Der Hormonstatus ist deshalb meist einer der ersten Schritte der Kinderwunschabklärung: eine einfache Blutabnahme, die viele Antworten liefert.
Der hormonelle Kreislauf der Frau ist ein sensibles, aufeinander abgestimmtes System, in dem mehrere Hormone eine wesentliche Rolle spielen. Sie werden im Gehirn, in der Schilddrüse, im Eierstock und in der Nebennierenrinde gebildet. Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger erklärt im Video, wie dieses Zusammenspiel funktioniert – und warum es für den Kinderwunsch so entscheidend ist.
Der Hormonstatus umfasst mehrere Werte, die zusammen ein Bild der Eierstock-, Schilddrüsen- und Hirnanhangsdrüsen-Funktion ergeben. Die Interpretation gehört immer in ärztliche Hand – einzelne Werte sagen wenig, das Zusammenspiel zählt.
Das follikelstimulierende Hormon aus der Hirnanhangsdrüse regt das Wachstum der Eibläschen im Eierstock an – ein zentraler Wert zur Beurteilung der Eierstockfunktion.
Das luteinisierende Hormon löst den Eisprung aus. Das Verhältnis von LH zu FSH gibt zusätzliche Hinweise, etwa auf ein PMOS (früher PCO-Syndrom).
Das wichtigste Östrogen wird in den heranreifenden Eibläschen gebildet. Es lässt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Eizellreifung beurteilen.
Das Gelbkörperhormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut nach dem Eisprung auf die Einnistung vor und erhält eine frühe Schwangerschaft – wichtig bei Verdacht auf Gelbkörperschwäche.
Das Anti-Müller-Hormon spiegelt die Eizellreserve wider – also „wie voll“ der Eierstock noch ist. Mehr dazu auf unserer Seite AMH-Wert & Eizellreserve.
Die Schilddrüse beeinflusst Zyklus, Eizellreifung und frühe Schwangerschaft. Über das TSH wird ihre Funktion beurteilt – Über- wie Unterfunktion können den Kinderwunsch erschweren. Mehr dazu auf unserer Seite Schilddrüse & Kinderwunsch.
Das „Milchhormon“ aus der Hirnanhangsdrüse kann in erhöhter Konzentration Eizellreifung und Eisprung unterdrücken – etwa durch Stress oder bestimmte Medikamente.
Männliche Hormone wie Testosteron kommen auch im weiblichen Körper vor. Erhöhte Werte können den Zyklus stören und sind unter anderem typisch für das PMOS.
Viele Hormonwerte verändern sich im Laufe des Zyklus – der Zeitpunkt der Blutabnahme ist deshalb entscheidend für die Aussagekraft. Der Basis-Hormonstatus wird üblicherweise zu Zyklusbeginn abgenommen, also während der ersten Tage der Regelblutung. Einzelne Werte werden dagegen gezielt zu anderen Zeitpunkten bestimmt: Das Progesteron etwa ist in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung aussagekräftig, während das AMH an jedem beliebigen Zyklustag abgenommen werden kann.
Die genaue Planung übernehmen wir für Sie: Melden Sie sich einfach bei Einsetzen Ihrer Menstruation für einen Termin zur Blutabnahme – unser Team stimmt alle weiteren Abnahmezeitpunkte individuell auf Ihren Zyklus ab.
Ein auffälliger Hormonwert ist kein Urteil – sondern ein wertvoller Hinweis, wo genauer hingesehen werden sollte. Aus dem Hormonstatus können Rückschlüsse auf die Eierstock-, Schilddrüsen- und Hirnanhangsdrüsen-Funktion gezogen werden. Einige typische Konstellationen:
Erhöhte Androgene und ein verändertes LH/FSH-Verhältnis können auf ein PMOS hindeuten – eine der häufigsten hormonellen Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch. Auffällige Schilddrüsenwerte können Zyklus und Eizellreifung beeinträchtigen und lassen sich in der Regel gut behandeln. Ein niedriges Progesteron in der zweiten Zyklushälfte kann auf eine Gelbkörperschwäche hindeuten, bei der die Einnistung erschwert ist. Und ein erhöhtes Prolaktin kann den Eisprung unterdrücken.
Wichtig: Kein einzelner Wert erzählt die ganze Geschichte. Wir besprechen jeden Befund ausführlich mit Ihnen und leiten daraus gemeinsam die nächsten Schritte ab – von einfachen Maßnahmen bis zu einer gezielten Kinderwunschbehandlung.
Der Hormonstatus zeigt, wie das hormonelle Zusammenspiel in Ihrem Zyklus aktuell funktioniert – ob Eizellreifung, Eisprung und Einnistung hormonell gut unterstützt werden. Das AMH beantwortet eine andere Frage: Es misst die Eizellreserve, also wie viele Eizellen im Eierstock noch vorhanden sind. Beide Untersuchungen ergänzen einander und gehören gemeinsam mit der Überprüfung der Eileiter-Durchgängigkeit zu einer vollständigen Abklärung der weiblichen Fruchtbarkeit.
Alles Wissenswerte zur Eizellreserve – was der AMH-Wert aussagt, was nicht, und welche Optionen es bei niedrigem Wert gibt – finden Sie auf unserer eigenen Seite AMH-Wert & Eizellreserve.
Am Wunschbaby Institut Feichtinger verfügen wir über ein eigenes Hormonlabor. In diesem bestimmen wir alle relevanten Werte – vom ersten Hormonstatus bis zur laufenden Stimulationskontrolle während einer Behandlung. Für Sie bedeutet das kurze Wege und rasch verfügbare Befunde, ohne Wartezeiten durch externe Labore.
So kann Ihre Behandlung tagesaktuell an Ihre Werte angepasst werden – state of the art. Mehr über unsere Abteilungen und die 360°-Betreuung aus einer Hand lesen Sie unter Abteilungen.
Zu einer vollständigen Kinderwunschabklärung gehören neben dem Hormonstatus auch die Eileiter-Durchgängigkeit, die Eizellreserve – und das Spermiogramm des Partners, denn in rund der Hälfte der Fälle liegt eine Ursache (auch) beim Mann.
Zum Hormonstatus gehören üblicherweise FSH, LH, Östradiol und Progesteron, das AMH als Maß für die Eizellreserve, die Schilddrüsenfunktion (TSH), das Prolaktin sowie die Androgene (männliche Hormone). Zusammen ergeben diese Werte ein Bild der Eierstock-, Schilddrüsen- und Hirnanhangsdrüsen-Funktion.
Der Basis-Hormonstatus wird idealerweise zu Zyklusbeginn abgenommen, also während der ersten Tage der Regelblutung. Einzelne Werte wie das Progesteron werden gezielt in der zweiten Zyklushälfte bestimmt, das AMH ist an jedem Zyklustag möglich. Melden Sie sich einfach bei Einsetzen Ihrer Menstruation – die genaue Planung übernehmen wir.
Er zeigt, ob das hormonelle Zusammenspiel, das Eizellreifung, Eisprung und Einnistung steuert, gut funktioniert – und wo mögliche Störungen liegen. Bereits kleinere Abweichungen können eine Schwangerschaft erschweren. Der Hormonstatus ist deshalb meist einer der ersten Schritte jeder Kinderwunschabklärung.
Ein auffälliger Wert ist zunächst nur ein Hinweis – kein Urteil. Er kann etwa auf ein PMOS, eine Schilddrüsenstörung, eine Gelbkörperschwäche oder ein erhöhtes Prolaktin hindeuten. Viele hormonelle Ursachen lassen sich gut behandeln. Wir besprechen jeden Befund ausführlich mit Ihnen.
Die Schilddrüsenhormone beeinflussen den Zyklus, die Eizellreifung und die frühe Schwangerschaft. Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion können das Schwangerwerden erschweren. Deshalb gehört die Kontrolle der Schilddrüsenfunktion über das TSH fix zum Hormonstatus – und auffällige Werte lassen sich in der Regel gut behandeln. Alles Wissenswerte dazu lesen Sie auf unserer Seite Schilddrüse & Kinderwunsch.
Der Hormonstatus beurteilt das aktuelle hormonelle Zusammenspiel in Ihrem Zyklus, das AMH misst die Eizellreserve – also die Menge der noch vorhandenen Eizellen. Beide Untersuchungen ergänzen einander. Alles zum AMH finden Sie auf unserer Seite AMH-Wert & Eizellreserve.
Da wir über ein eigenes Hormonlabor verfügen, liegen die Werte in der Regel rasch vor – ohne Wartezeiten durch externe Labore. Während einer Kinderwunschbehandlung kann Ihre Therapie so sogar tagesaktuell an Ihre Werte angepasst werden. Alle Befunde besprechen wir ausführlich mit Ihnen.
Die Basis der männlichen Abklärung ist das Spermiogramm. Ergänzend kann auch beim Mann eine Hormonuntersuchung sinnvoll sein, etwa bei auffälligen Spermiogramm-Befunden – denn auch die Samenzellproduktion wird hormonell gesteuert. Ob das nötig ist, entscheiden wir gemeinsam anhand Ihrer Befunde.
Eine einfache Blutabnahme liefert viele Antworten – wir planen den richtigen Zeitpunkt gemeinsam mit Ihnen.
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