Social Freezing in Österreich · Wunschbaby Institut Feichtinger
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Social Freezing – der biologischen Uhr zuvorkommen.

Social Freezing ist gezielte Lebensplanung für Frauen: Das Einfrieren von Eizellen in jungen Jahren soll die Wunschschwangerschaft auf einen späteren Lebensabschnitt verschieben. Und Österreich öffnet sich: Ab 1. April 2027 ist Social Freezing auch ohne medizinische Indikation möglich.

Rechtslage

Social Freezing wird in Österreich erlaubt.

Der Verfassungsgerichtshof hat das generelle Verbot gekippt – das ändert sich jetzt (Stand: August 2026).

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Bis 31. März 2027: nur mit medizinischer Indikation

Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen ist derzeit nur bei medizinischen Gründen zulässig – etwa bei Endometriose, PMOS (früher PCO-Syndrom), Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen oder vor einer onkologischen Therapie. Wichtig: Eine solche Indikation liegt häufiger vor, als viele denken.

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VfGH-Erkenntnis vom 6. Oktober 2025

Der Verfassungsgerichtshof hat das ausnahmslose Verbot des Social Freezing als verfassungswidrig aufgehoben: Es verletzt das Grundrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK).

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Ab 1. April 2027: Social Freezing für alle Frauen

Mit diesem Tag wird die Aufhebung wirksam – Eizellen können dann auch ohne medizinische Indikation vorsorglich eingefroren werden. Bis dahin kann der Gesetzgeber Rahmenbedingungen festlegen, etwa Altersgrenzen oder eine verpflichtende Beratung. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Buchen Sie schon jetzt Ihren Beratungstermin – damit Sie ab April 2027 Ihre Eizellen einfrieren können.

Warten Sie nicht auf den Stichtag: Wer jetzt startet, hat Befunde, Plan und Termin bereit, wenn die Freigabe kommt. Wir klären Ihre persönliche Ausgangslage (inkl. Eizellreserve/AMH) und prüfen, ob bei Ihnen eine medizinische Indikation vorliegt – dann ist das Einfrieren Ihrer Eizellen oft schon heute möglich. Mit unserer Kryotechnik-Erfahrung seit 1991 sind Sie bei uns in besten Händen.

Beratungstermin vormerken
Spezialthema

Was versteht man unter Social Freezing?

Immer mehr Frauen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, wenn es darum geht, Mutter zu werden. Die moderne Reproduktionsmedizin bietet dafür genügend Möglichkeiten: Von der Insemination über IVF bis hin zur Samenspende gibt es ein breit gefächertes Angebot.

ORF-Beitrag

Social Freezing im ORF

Sehen Sie dazu den ORF-Beitrag mit Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger und einer Patientin. Immer wieder heiß diskutiert: Social Egg Freezing, das Einfrieren von jungen Eizellen, die dann zum richtigen Zeitpunkt wieder aufgetaut, befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt werden können. Durch dieses Verfahren können Frauen den individuell optimalen Zeitpunkt für die Empfängnis selbst bestimmen – wenn gerade der passende Partner nicht vorhanden ist oder um etwa zuerst Karriere zu machen und danach in Ruhe Mutter zu werden.

Die Eizellen-Uhr tickt

„Der Kinderwunsch hat sich in Österreich zeitlich stark auf später verschoben“, sagt Prof. Dr. Wilfried Feichtinger, Reproduktionsmediziner und Gründer des Wunschbaby Instituts WIF in Wien. Statistiken belegen: Der Kinderwunsch hat sich in den letzten 30 Jahren stark nach hinten verschoben. Das Problem dabei ist hinlänglich bekannt: Je älter eine Frau wird, desto geringer ist die Chance auf ein Baby. „Mitschuld ist die sich stetig und mit zunehmendem Alter verschlechternde Qualität der weiblichen Eizellen“, sagt Prof. Dr. Wilfried Feichtinger.

Im Alter sinkt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden – gleichzeitig steigt auch die Gefahr genetischer Defekte. „Während bei einer 30-Jährigen jede zweite bis dritte Eizelle chromosomal in Ordnung ist, reduziert sich das bei einer 40-jährigen Frau bereits auf zirka jede fünfte bis sechste Eizelle“, sagt der Mediziner.

Was liegt da näher als das Aufbewahren junger Eizellen? „Social Freezing ist vor allem in den USA eine weit verbreitete Maßnahme, um die biologische Uhr zu stoppen; in Japan und Großbritannien praktizieren Kliniken die Eizellenvorsorge schon seit Jahren“, so Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger, ärztlicher Leiter des Wunschbaby Instituts Feichtinger in Wien.

„Mir ist es besonders wichtig, das Bewusstsein der Bevölkerung und auch der ärztlichen KollegInnen dafür zu schärfen, dass wir als modernes Kinderwunschzentrum längst nicht mehr nur für den aktuellen Babywunsch zuständig sind, sondern uns vielmehr aufklärend und begleitend um die Fertilität von Männern und Frauen kümmern“, so Dr. Nazira Pitsinis, ärztliche Leiterin des Wunschbaby Instituts Feichtinger am Standort Baden.

Besonders bei onkologischen Erkrankungen kommt die Beratung betreffend Fertilitätserhalt bei jungen Männern und Frauen manchmal zu kurz. Hintergrund ist nicht zuletzt der Wunsch der Patient:innen nach einer raschen onkologischen Therapie ohne Verzögerungen. „Durch Kooperationen mit onkologischen Abteilungen und Fortbildungsveranstaltungen mit ärztlichen KollegInnen wollen wir künftig starker Begleiter auch in solch schwierigen Lebenssituationen sein“, so Pitsinis.

Bei besonderen medizinischen Indikationen, frühzeitigem Versiegen der Ovarialfunktion (POF – Primary Ovarian Failure), Endometriose und nicht zuletzt bei Krebserkrankungen ist es möglich, Eizellen zu vitrifizieren. Aber auch bei anderen, weit häufigeren Erkrankungen wie Endometriose, dem PMOS, Schilddrüsenerkrankungen und Autoimmunerkrankungen sollte gerade bei einer Verschiebung des Kinderwunsches über das 35. Lebensjahr hinaus ein vorsorgliches Einfrieren der Eizellen erwogen werden. „Generell empfehlen wir bei einem absehbaren späteren Kinderwunsch ein Beratungsgespräch, um hier böse Überraschungen in späteren Lebensjahren zu vermeiden und zusätzliche Risikofaktoren für eine spätere Kinderlosigkeit ausschließen zu können“, so Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger.

In seinem WIF bietet er Kryokonservierung an – das Einfrieren von Zellen, etwa von befruchteten Embryonen, Spermien oder Hodengewebe, in flüssigem Stickstoff.

Häufige Fragen

Social Freezing: Was Sie jetzt wissen müssen.

Ist Social Freezing in Österreich erlaubt?

Derzeit ist das Einfrieren von Eizellen nur mit medizinischer Indikation zulässig – etwa bei Endometriose, PMOS, Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen oder vor einer Krebstherapie. Ab dem 1. April 2027 ist Social Freezing auch ohne medizinische Indikation möglich: Der Verfassungsgerichtshof hat das generelle Verbot mit Erkenntnis vom 6. Oktober 2025 aufgehoben (Stand: August 2026).

Kann ich schon heute meine Eizellen einfrieren lassen?

Häufig ja: Bei vielen Frauen liegt eine medizinische Indikation vor, oft ohne dass sie davon wissen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch – inklusive Bestimmung Ihrer Eizellreserve (AMH).

Wie läuft das Einfrieren von Eizellen ab?

Nach einer hormonellen Stimulation werden die Eizellen entnommen und mittels Vitrifikation schockgefrostet: Die Zellen erstarren bei minus 197 Grad in Sekundenbruchteilen glasartig. Es ist wissenschaftlich weitgehend abgesichert, dass das Einfrieren die Qualität der Zellen nicht mindert.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Social Freezing?

Je jünger die eingefrorenen Eizellen, desto besser die spätere Chance: Während bei einer 30-Jährigen etwa jede zweite bis dritte Eizelle chromosomal in Ordnung ist, ist es bei einer 40-Jährigen nur noch zirka jede fünfte bis sechste. Bei absehbar späterem Kinderwunsch empfehlen wir daher ein frühzeitiges Beratungsgespräch.

Was kostet Social Freezing?

Die Kosten hängen von Ihrer individuellen Situation ab (Stimulation, Anzahl der Zyklen, Lagerdauer). Wir besprechen sie transparent in Ihrem Beratungsgespräch – vereinbaren Sie einfach einen Termin.

Warum das Wunschbaby Institut Feichtinger?

Wir arbeiten seit 1991 mit Kryotechnik, betreiben ein eigenes IVF- und Genetiklabor und begleiten Sie von der Vorsorge-Beratung bis zur späteren Kinderwunschbehandlung – alles unter einem Dach, in Wien, Baden und St. Pölten.

Interview

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Feichtinger über Social Freezing.

Das Interview entstand vor dem VfGH-Erkenntnis vom Oktober 2025 – die darin geforderte Öffnung wird nun Realität.

Das Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz (FMedRÄG 2015) hielt am Verbot des Social Freezing fest. Sollte es Ihrer Meinung nach in Österreich zulässig sein?

„Ja, sollte es. Der Begriff ‚social‘ ist unglücklich gewählt. Denn bei den jungen Frauen, die sich an unserem Institut für Kinderwunsch für das Kryokonservieren ihrer Eizellen interessierten, bestand bis dato immer noch mindestens eine medizinische Indikation – sei es Endometriose, eine Schilddrüseninsuffizienz wie beispielsweise Hashimoto-Thyreoiditis oder ein polyzystisches Ovarialsyndrom. Das sind allesamt Voraussetzungen, die das Kryokonservieren von Eizellen erlauben.“

Stellt das Social Freezing an sich überhaupt ein Fortpflanzungsverfahren dar, um die Voraussetzungen des FMedG erfüllen zu müssen?

„Ja, Social Freezing stellt ein Fortpflanzungsverfahren dar, denn eine Verwendung der kryokonservierten Eizellen bedingt einer IVF/ICSI.“

Gibt es für das Verbot des Social Freezing überzeugende Argumente?

„Meiner Meinung nach nicht. Damals, bevor das FMedRÄG 2015 verabschiedet wurde, sind Experten, unter anderem aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin, zum Gesetz bzw. zu den Änderungen befragt worden. Auch ich war einer dieser befragten Experten. Ich kann nur so viel sagen: dass wir, die ExpertInnen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin, das Social Freezing erlaubt hätten.

Es geht hier um Politik – darum, den Konservativen und der Kirche nicht weh zu tun. Deshalb hat der Gesetzgeber meiner Ansicht nach Zugeständnisse gemacht und das Social Freezing auch weiterhin verboten.“

Wie würden Sie in Bezug auf Social Freezing das Höchstalter der Frau festlegen? Bis zu welcher Altersgrenze dürfte ein Zurückgreifen auf kryokonservierte Eizellen erlaubt sein?

„Ich sehe hier den natürlichen Wechsel als Limitierung an, also um die 50 Jahre der Frau.

Das hängt aber entscheidend auch vom Partner ab, mit dem sie die Therapie dann durchführt. Eine 50-jährige Frau, die einen jungen, fertilen Partner hat, wird kein Problem haben, eine Therapie durchzuführen. Das Ganze ist aber selbstlimitierend, denn eine 70-jährige Frau wird in der Regel keinen fertilen Partner haben.“

Kritiker argumentieren oft damit, dass Social Freezing in die natürliche Ordnung eingreife und gegen ein Naturgesetz verstoße, das allein dem Willen Gottes unterläge. Welche Meinung haben Sie zu diesem „Natürlichkeitsargument“?

„Diese Kritik stammt von den Konservativen. Dann dürfte es aber auch kein Antibiotikum und auch keine Coronavirus-Impfung geben, denn auch dies widerspricht der Natur.“

Wie sehen Sie die Zukunft von Social Freezing in Österreich?

„Ich bezweifle, dass es in Österreich je so sein wird wie in den USA, wo große Firmen wie ‚Apple‘ oder ‚Facebook‘ ihren Mitarbeiterinnen Social Freezing auf Firmenkosten offerieren.

Ich, als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und Reproduktionsmediziner, habe keine Ambitionen, bereits Teenagerinnen vorzuschlagen, dass sie in möglichst jungen Jahren eine Eizellreserve anlegen.

Ich kann auch keinen Trend dahingehend beobachten, dass Teenagerinnen oder junge Frauen mit Anfang zwanzig sich mit der Kinderfrage, geschweige denn mit der Social-Freezing-Thematik beschäftigen. Denn wer sich schon mit 23 ernsthaft mit der Kinderfrage auseinandersetzt, wird die Familienplanung mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht so lange aufschieben.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Zahl der Interessentinnen für Social Freezing in Österreich zwar überschaubar, aber nicht übersehbar.“

Stellt Social Freezing in Bezug auf Feminismus den „großen Gleichheitsbringer“ dar?

„Ich habe ehrlicherweise noch nie daran gedacht, einen Bezug zum Feminismus herzustellen. Aber ja: Wenn wir schon bei Männern Spermien ‚auf Vorrat‘ einfrieren können – und das seit vielen Jahren –, dann sollte man das bei Frauen genauso dürfen, im Sinne der Gleichberechtigung.“

Schock-Frosten

Die Gewinnung von Eizellen sollte beim Social Freezing so früh wie möglich stattfinden. „Je jünger die gewonnenen Eizellen sind, desto besser“, sagt Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger. Bei dem sogenannten Vitrifikationsverfahren werden zunächst zehn bis 15 Eizellen entnommen, die im Anschluss mit einer speziellen Abkühltechnik schockgefrostet werden, bei der die Zellen binnen eines Bruchteils von Sekunden bei minus 197 Grad glasartig erstarren. Inzwischen ist wissenschaftlich weitgehend abgesichert, dass das Einfrieren die Qualität der Zellen nicht mindert. „Die gefrorene und aufgetaute Zelle einer jungen Frau ist so gut wie eine frische“, sagt der Arzt.

Ihr nächster Schritt

Denken Sie heute an Ihren Kinderwunsch von morgen.

Ob schon jetzt mit medizinischer Indikation oder vorgemerkt für 2027: Ein persönliches Beratungsgespräch schafft Klarheit.

Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75

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