Abortabklärung · Wunschbaby Institut Feichtinger Wien
Start / Ursachen & Diagnostik / Abortabklärung

Abortabklärung: Ursachen finden, Chancen erhöhen.

Leider führt nicht jede Schwangerschaft auch zur Geburt eines Kindes. Wiederholte Aborte oder ein Einnistungsversagen des Embryos trotz guter Entwicklung können vielfältige Gründe haben – wir gehen ihnen auf den Grund.

Im Video erklärt

Warum kommt es zu wiederholten Fehlgeburten?

Die genetischen Anlagen der Eltern, aber auch die des Embryos sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Einen Überblick über die häufigsten Gründe für unerfüllten Kinderwunsch finden Sie auf unserer Seite Ursachen des unerfüllten Kinderwunschs.

Einordnung

Wann ist eine Abortabklärung sinnvoll?

Fehlgeburten sind häufiger, als viele denken: Ein beträchtlicher Teil aller Schwangerschaften endet vorzeitig, die meisten davon in den ersten zwölf Wochen. Die häufigste Ursache sind zufällige Chromosomenveränderungen des Embryos, die mit dem Alter der Eizellen zunehmen. Ein einzelner früher Abort ist deshalb in aller Regel kein Grund zur Sorge und noch keine Indikation für eine umfassende Abklärung.

Anders bei wiederholten Fehlgeburten: Von einem habituellen Abort spricht man klassisch ab drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten, viele Fachgesellschaften empfehlen eine Abklärung jedoch bereits nach zwei – ebenso nach wiederholtem Einnistungsversagen trotz Transfers gut entwickelter Embryonen. Mögliche Ursachen sind neben genetischen Faktoren der Eltern unter anderem Gerinnungsstörungen (Thrombophilien), Schilddrüsen- und andere Hormonstörungen, Fehlbildungen oder Myome der Gebärmutter sowie immunologische Faktoren.

Diagnostik

So läuft die Abortabklärung am WIF ab.

Am Beginn steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Vorgeschichte. Darauf abgestimmt planen wir die Diagnostik: Hormon- und Schilddrüsenwerte aus unserem eigenen Hormonlabor, genetische Analysen beider Partner in unserem eigenen Genetiklabor, eine Gerinnungsabklärung sowie die Beurteilung der Gebärmutter per Ultraschall. So entsteht ein vollständiges Bild – ohne lange Wege, an einem Ort.

Therapie

Gezielte Behandlung statt Zufall.

Je nach Befund reichen die Möglichkeiten von der Einstellung der Schilddrüse über gerinnungshemmende und unterstützende Medikamente bis zur engmaschigen Betreuung in der Frühschwangerschaft. Bei genetischen Auffälligkeiten kann im Rahmen einer IVF-Behandlung die genetische Untersuchung von Embryonen im Rahmen der gesetzlichen Voraussetzungen sinnvoll sein – unsere WIF Genetik berät Sie dazu ausführlich.

Genetische Analysen schaffen Klarheit.

Mit speziellen genetischen Analysen der Patientin können wir genetische Risikofaktoren für wiederholte Aborte detektieren – und dann mit gezielten Therapien und begleitenden Medikamenten die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft erhöhen.

Ebenso können genetische Analysen beider Eltern sowie der Embryonen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft maßgeblich verbessern. Auch die Eizellreserve (AMH-Wert) und Erkrankungen wie Endometriose oder das PMOS (früher PCO-Syndrom) beziehen wir in die Abklärung mit ein.

WIF Genetik: unsere genetischen Analysen im Detail

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen genetischen Analysen, die wir Ihnen anbieten können, finden Sie in unserem Genetik-Bereich.

Zur WIF Genetik
We are family

Sie sind nicht allein.

Wiederholte Fehlgeburten sind eine große seelische Belastung – für beide Partner. Bei uns gehört daher auch die emotionale Begleitung zur Behandlung: Unser Team nimmt sich Zeit für Ihre Fragen und Sorgen, und bei Bedarf unterstützt Sie unsere psychotherapeutische Begleitung – ganz im Sinne unserer 360°-Betreuung. Was der Seele nach einem Verlust guttut – von Ritualen bis zur Paarbeziehung – lesen Sie auf unserer Seite Fehlgeburt verarbeiten. Und es gibt guten Grund zur Zuversicht: Auch nach mehreren Fehlgeburten führt eine folgende Schwangerschaft in vielen Fällen zur Geburt eines gesunden Kindes – mit gezielter Behandlung steigen die Chancen zusätzlich.

Häufige Fragen

Abortabklärung: Ihre Fragen.

Ab wie vielen Fehlgeburten sollte ich eine Abklärung machen lassen?

Klassisch wird eine Abklärung ab drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten empfohlen, viele Fachgesellschaften raten jedoch bereits nach zwei dazu – insbesondere bei höherem Alter der Frau oder zusätzlichen Risikofaktoren. Im Zweifel besprechen wir Ihre individuelle Situation gerne persönlich.

Was sind die häufigsten Ursachen wiederholter Fehlgeburten?

Am häufigsten sind Chromosomenveränderungen des Embryos – sie nehmen mit dem Alter der Eizellen zu. Daneben kommen genetische Faktoren der Eltern, Gerinnungsstörungen, Schilddrüsen- und andere Hormonstörungen, Fehlbildungen oder Myome der Gebärmutter sowie immunologische Faktoren infrage.

Welche Untersuchungen umfasst die Abortabklärung?

Je nach Vorgeschichte gehören dazu genetische Analysen beider Partner, Hormon- und Schilddrüsenwerte, eine Gerinnungsabklärung sowie die Beurteilung der Gebärmutter per Ultraschall. Genetik- und Hormonlabor befinden sich direkt in unserem Haus – das verkürzt die Wege und die Wartezeit auf Befunde.

Was bedeutet „Einnistungsversagen“?

Von Einnistungsversagen spricht man, wenn sich trotz wiederholten Transfers gut entwickelter Embryonen keine Schwangerschaft einstellt. Die möglichen Ursachen überschneiden sich mit denen wiederholter Fehlgeburten – deshalb kommen hier dieselben gezielten Abklärungsschritte zum Einsatz.

Kann nach der Abklärung wirklich etwas getan werden?

Ja. Wird eine Ursache gefunden, lässt sie sich häufig gezielt behandeln – etwa durch die Einstellung der Schilddrüse, gerinnungshemmende Medikamente oder eine engmaschige Betreuung in der Frühschwangerschaft. Bei genetischen Auffälligkeiten kann eine IVF mit genetischer Untersuchung der Embryonen im Rahmen der gesetzlichen Voraussetzungen eine Option sein.

Ist eine Fehlgeburt meine Schuld?

Nein. Die allermeisten Fehlgeburten entstehen durch zufällige Chromosomenveränderungen des Embryos, die niemand beeinflussen kann – weder durch Verhalten noch durch Ernährung oder Sport. Dieses Wissen nimmt vielen Paaren eine schwere Last von den Schultern.

Wann dürfen wir es nach einer Fehlgeburt wieder versuchen?

Aus medizinischer Sicht ist nach einer frühen, komplikationslosen Fehlgeburt meist keine lange Wartezeit erforderlich. Ebenso wichtig ist aber, dass Sie sich auch emotional bereit fühlen. Den passenden Zeitpunkt besprechen Sie am besten individuell mit unserem Ärzteteam.

Ihr nächster Schritt

Wir erfüllen Ihren Kinderwunsch!

Gemeinsam finden wir heraus, was hinter wiederholten Fehlgeburten steckt – und was sich dagegen tun lässt.

Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75

Erstberatung Infoabend