Endometriose & Kinderwunsch · Wunschbaby Institut Feichtinger Wien
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Endometriose & Kinderwunsch.

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der betroffene Frauen unter starken zyklusabhängigen Schmerzen leiden – und die bis zu 40 % aller unfruchtbaren Frauen betrifft. Hierbei befinden sich Herde der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, beispielsweise am Bauchfell, an den Eierstöcken oder an den Eileitern.

Anzeichen & Auswirkungen

Wie Endometriose die Fruchtbarkeit beeinflusst.

Die häufigsten Anzeichen sind verstärkte Schmerzen bei der Regelblutung. Durch die Endometrioseherde kann einerseits die Funktion der Eileiter gestört sein, andererseits können bei befallenen Eierstöcken die Eizellreifung bzw. der Eisprung behindert werden. Bei Patientinnen, die bereits eine Endometrioseoperation durchlaufen haben, kann operationsbedingt die Eierstockfunktion herabgesetzt sein – hier gibt der AMH-Wert Auskunft über die verbliebene Eizellreserve.

Deshalb müssen Patientinnen, die an Endometriose leiden, oft die künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen, um ihren ersehnten Kinderwunsch erfüllen zu können. Auch das Einfrieren von Eizellen oder Embryonen vor Endometrioseoperationen kann erwogen werden, wenn davon auszugehen ist, dass der Eierstock Schaden nehmen könnte.

Frau Mitte 40 mit Endometriose – zuversichtlich auf dem Weg zum Wunschkind
Symptome

Endometriose erkennen: typische Symptome.

Endometriose betrifft etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter – und bleibt trotzdem oft jahrelang unerkannt, weil die Beschwerden als „normale“ Regelschmerzen fehlgedeutet werden. Typische Anzeichen sind starke, krampfartige Schmerzen während der Menstruation, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauch- oder Rückenschmerzen sowie zyklusabhängige Beschwerden beim Stuhlgang oder Wasserlassen. Manche Frauen haben allerdings ausgeprägte Herde ganz ohne Beschwerden – und erfahren erst im Rahmen der Kinderwunschabklärung von ihrer Endometriose.

Den Verdacht liefern eine sorgfältige Anamnese und die Ultraschalluntersuchung; endgültige Gewissheit bringt eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), bei der Herde auch direkt entfernt werden können. Für die Kinderwunschbehandlung ist eine operative Sicherung der Diagnose jedoch nicht immer notwendig – häufig kann direkt mit der Therapie begonnen werden.

Studie von Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger

Eine der umfassendsten Endometriose-Studien weltweit.

40 %
aller unfruchtbaren Frauen sind von Endometriose betroffen
2.500+
kinderlose Paare in der Studie untersucht
8.000+
Behandlungszyklen analysiert

Gute Nachrichten aus der Forschung.

Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger hat eine der bisher umfassendsten Studien weltweit mit mehr als 2.500 kinderlosen Paaren und über 8.000 Behandlungszyklen durchgeführt, um den Einfluss der Endometriose auf die Kinderwunschbehandlung zu untersuchen. Diese Studie hat als erste auch die kumulative Schwangerschaftsrate (Lebendgeburt nach wiederholten künstlichen Befruchtungen) bei Endometriose analysiert.

Das Ergebnis: Die Endometriose beeinflusst den Ausgang einer Kinderwunschbehandlung nicht negativ. Patientinnen mit Endometriose hatten wie erwartet zwar weniger Eizellen nach einer IVF-Stimulation, jedoch war die kumulative „Baby-Take-Home-Rate“ verglichen mit Frauen ohne Endometriose nicht reduziert.

Diese Daten zeigen, dass Patientinnen mit Endometriose genauso wie anderen Frauen zum „Single Embryo Transfer“ und anschließenden Kryozyklen – also dem Transfer von überzähligen gefrorenen Embryonen – geraten werden kann, um die Zahl an schwangeren Patientinnen zu maximieren und die geburtshilflichen Komplikationen zu minimieren.

Gerade wenn bei Endometriosepatientinnen der Kinderwunsch zentral ist, sollte die künstliche Befruchtung aufgrund ihrer hohen Effizienz einer Operation vorgezogen werden.

Ihre Optionen

Endometriose und Kinderwunsch: Operation oder künstliche Befruchtung?

Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihren Beschwerden, dem Befund und vor allem von Ihrem Kinderwunsch ab. Eine Operation kann bei starken Schmerzen sinnvoll sein – Eingriffe am Eierstock können jedoch wertvolles Eizellgewebe kosten. Steht der Kinderwunsch im Vordergrund, ist die künstliche Befruchtung per IVF oder ICSI deshalb oft die effizientere Option. Vor einer geplanten Endometriose-Operation kann zudem das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen oder Embryonen (Kryokonservierung) erwogen werden.

Bei uns erhalten Sie beides aus einer Hand: eine sorgfältige Abklärung – inklusive AMH-Bestimmung in unserem eigenen Hormonlabor – und einen Therapieplan, der zu Ihrer Lebenssituation passt, begleitet von unserem gesamten Team im Sinne einer 360°-Betreuung. Den unverbindlichen ersten Schritt machen Sie am besten mit einer Kinderwunsch-Erstberatung in Wien, Baden oder St. Pölten.

Endometriose ist nur eine von vielen möglichen Ursachen

Einen Überblick über alle häufigen Gründe für unerfüllten Kinderwunsch – von der weiblichen Fruchtbarkeit über das PMOS (früher PCO-Syndrom) bis zur männlichen Unfruchtbarkeit – finden Sie auf unserer Ursachen-Seite.

Alle Ursachen im Überblick
Häufige Fragen

Endometriose und Kinderwunsch: Ihre Fragen.

Kann ich mit Endometriose überhaupt schwanger werden?

Ja. Viele Frauen mit Endometriose werden spontan schwanger, andere brauchen Unterstützung. Die Studiendaten unseres Instituts zeigen: Die kumulative Chance auf ein Baby nach künstlicher Befruchtung ist bei Endometriose-Patientinnen nicht reduziert – Endometriose und Kinderwunsch schließen einander also nicht aus.

Woran erkenne ich, ob meine Regelschmerzen auf Endometriose hindeuten?

Hellhörig sollten Sie werden, wenn die Schmerzen so stark sind, dass sie den Alltag beeinträchtigen, Schmerzmittel kaum helfen oder zusätzlich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Stuhlgang oder Wasserlassen auftreten. Solche Beschwerden sind nicht „normal“ und sollten gynäkologisch abgeklärt werden.

Muss ich vor einer Kinderwunschbehandlung operiert werden?

Nein, nicht zwingend. Wenn der Kinderwunsch im Vordergrund steht, ist die künstliche Befruchtung aufgrund ihrer hohen Effizienz oft die bessere erste Wahl – eine Operation kann Eierstockgewebe kosten und die Eizellreserve verringern. Ob und wann eine Operation sinnvoll ist, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Beeinflusst Endometriose meinen AMH-Wert?

Endometriose kann sich auf die Eizellreserve auswirken – insbesondere, wenn die Eierstöcke betroffen sind oder bereits operiert wurden. Deshalb gehört die Bestimmung des AMH-Werts bei uns fix zur Abklärung von Endometriose-Patientinnen mit Kinderwunsch.

Was ist eine „Schokoladenzyste“ (Endometriom)?

Ein Endometriom ist eine Endometriose-Zyste am Eierstock, die mit eingedicktem, altem Blut gefüllt ist – daher der Name „Schokoladenzyste“. Endometriome sind gutartig, können aber die Eierstockfunktion beeinträchtigen und sollten bei Kinderwunsch in die Therapieplanung einbezogen werden.

Sollte ich vor einer Endometriose-Operation Eizellen einfrieren lassen?

Wenn absehbar ist, dass ein Eingriff am Eierstock die Eizellreserve verringern könnte, kann das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen oder Embryonen eine sinnvolle Absicherung sein. Wir beraten Sie dazu gerne vor der geplanten Operation – idealerweise in Abstimmung mit Ihrem Operationsteam.

Bessern sich die Beschwerden in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren?

Da Endometriose-Beschwerden zyklusabhängig sind, bessern sie sich bei vielen Frauen in der Schwangerschaft und nach den Wechseljahren. Eine Garantie ist das jedoch nicht, und nach einer Operation können Herde wiederkehren – eine langfristige gynäkologische Betreuung ist daher wichtig.

Ihr nächster Schritt

Wir erfüllen Ihren Kinderwunsch!

Endometriose und Kinderwunsch schließen einander nicht aus – lassen Sie uns gemeinsam Ihren Weg planen.

Oder rufen Sie uns an: +43 1 877 77 75

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