IVF – In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) · Wunschbaby Institut Feichtinger

IVF – die In-vitro-Fertilisation.

Das Wunschbaby Institut Feichtinger in Wien zählt zu den führenden Instituten für künstliche Befruchtung bzw. In-vitro-Fertilisation (IVF).

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Was ist eine IVF und wie ist der Ablauf?

Bei der IVF-Methode werden einige 100.000 Spermien jeweils zu einer Eizelle dazugegeben. Das beste Spermium sucht sich dabei den Weg in die Eizelle selbst.

Die IVF im Überblick

Die Befruchtung im Labor

Indikation

Wann ist eine IVF die Methode der Wahl?

Bei einem Verschluss der Eileiter, bei Endometriose oder beim PMOS (früher PCO-Syndrom) – und unter der Voraussetzung eines normalen Samenbefundes beim Mann – ist in der künstlichen Befruchtung die konventionelle IVF die Methode der Wahl.

Erfolgschancen

30–40 Prozent pro Zyklus

Die Chance, mit Hilfe einer IVF-Behandlung schwanger zu werden, liegt bei 30–40 Prozent pro Zyklus – abhängig vom Alter des Patientenpaares, der hormonellen Ausgangssituation, Grunderkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck u. a.) und Lifestylefaktoren (Übergewicht, Stress, Nikotinabusus, übermäßiger Alkoholkonsum u. a.).

Der Ablauf

Wie IVF funktioniert – in sieben Schritten.

Eine IVF-Behandlung erfolgt in der Regel in den folgenden sieben Schritten.

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Hormonelle Stimulation der Eierstöcke

Eine IVF- (In-vitro-Fertilisation) oder ICSI-Behandlung (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) wird, bis auf wenige Ausnahmen, nach hormoneller Stimulation der Eierstöcke durchgeführt. Ziel der Hormontherapie ist es, mehrere Follikel (Eibläschen) auf beiden Eierstöcken zeitgleich heranwachsen zu lassen, um mehrere befruchtungsfähige Eizellen zu gewinnen.

Eine Vorbereitungsphase („Down Regulation“) stimmt den Körper auf die eigentliche Stimulation ein, indem die körpereigene Hormonproduktion bzw. -ausschüttung unterdrückt wird. Das kann durch tägliche Injektionen unter die Haut (subkutan) oder die orale Einnahme bestimmter Medikamente erfolgen – mit dem Vorteil, dass die Stimulationsphase von außen besser steuerbar wird.

Zur anschließenden Stimulation der Eierstöcke (Ovarien) werden FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) in Reinform oder als Kombinationspräparat verwendet. Während der Hormonbehandlung wird täglich, immer zur selben Tageszeit, eine bestimmte Menge dieser Hormone (abhängig von Alter, Gewicht etc.) subkutan injiziert. Die Anwendung wird zu Beginn der Behandlung genau erklärt und demonstriert und kann von der Patientin selbst oder vom Partner durchgeführt werden – tägliche Arztbesuche sind nicht notwendig.

Durch engmaschige Ultraschalluntersuchungen werden die Anzahl der Eibläschen, deren Wachstumsverlauf und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut genau beobachtet. Haben die Eibläschen eine bestimmte Größe erreicht, wird der Eisprung durch die Verabreichung des Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin) medikamentös ausgelöst. Damit kann der optimale Zeitpunkt, kurz vor dem Eisprung, für die Eizellentnahme festgelegt werden.

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Die Eizellentnahme

36 Stunden nach der „eisprungauslösenden Spritze“ werden die Eizellen transvaginal (durch die Scheide) ultraschallgezielt entnommen. Mit einer Nadel werden die Eibläschen unter Ultraschallsicht fokussiert, punktiert und die Follikelflüssigkeit samt der darin enthaltenen Eizelle abgesaugt. Anschließend werden die Eizellen unter mikroskopischer Sicht aus dieser Flüssigkeit isoliert, in ein spezielles Nährmedium überführt und in einem Brutschrank bei 37 °C inkubiert.

Die Follikelpunktion dauert durchschnittlich 5–15 Minuten, abhängig von der Anzahl der Eibläschen. Um den Eingriff zu erleichtern, erhalten unsere Patientinnen eine Kombination aus Schlaf- und Schmerzmitteln. Die Follikelpunktion erfolgt ambulant – notwendig ist lediglich eine Beobachtungszeit von 1 bis 2 Stunden in unseren Ruheräumen.

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Die Samengewinnung

Die Samengewinnung erfolgt durch Masturbation nach 2–3-tägiger Karenz (kein Samenerguss) am Tag der Eizellentnahme. Das ist „auf Befehl“ oder unter Zeitdruck und Stress nicht immer leicht – daher besteht in Ausnahmefällen auch die Möglichkeit, die Samenprobe von zuhause mitzubringen. Zu beachten ist, dass der Zeitraum zwischen Samengewinnung und Abgabe der Probe im Institut zwei Stunden nicht überschreiten darf.

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Die Befruchtung – konventionelle IVF

Die Befruchtung der entnommenen Eizellen erfolgt noch am selben Tag. Dazu werden die Spermien nach einer speziellen Aufbereitungstechnik mit den Eizellen in einem Schälchen zusammengebracht – der Befruchtungsvorgang erfolgt auf „natürliche“ Art und Weise.

Am nächsten Tag wird unter mikroskopischer Sicht kontrolliert, wie viele der Eizellen tatsächlich Zeichen einer stattgefundenen Fertilisierung (zwei Vorkerne = Pronuclei und zwei Polkörper) aufweisen.

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Der Embryotransfer

2–5 Tage nach der Befruchtung werden 2–3 Embryonen mit Hilfe eines dünnen, flexiblen Kunststoffschlauches (Katheter) unter Ultraschallsicht in die Gebärmutter eingebracht.

An welchem Tag der Embryotransfer stattfindet, hängt von der Anzahl der befruchteten Eizellen ab. Sind 1–4 Eizellen befruchtet, werden diese meist 2–3 Tage nach der Punktion wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Während dieser Zeit werden die Embryonen täglich in ihrer Entwicklung (Zellteilung) beobachtet und nach Kriterien wie Zellteilungsrate und Regelmäßigkeit der Zellteilung beurteilt. Für den Transfer werden die qualitativ besten Embryonen ausgewählt.

Bei fünf oder mehr Embryonen wird ein Transfer am 5. Tag nach der Befruchtung angestrebt, ein sogenannter Blastozystentransfer. Die Blastozyste ist das am weitesten entwickelte Embryonalstadium, das außerhalb des Körpers erzielt werden kann. Sind mehr qualitativ gute Embryonen vorhanden als für den Transfer vorgesehen, können diese kryokonserviert (in flüssigem Stickstoff eingefroren) werden.

Das Einbringen der Embryonen dauert nur wenige Minuten und verläuft im Allgemeinen schmerzlos. Anschließend empfehlen wir unseren Patientinnen, sich 20–30 Minuten in unseren Ruheräumen zu entspannen.

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Assisted Laser Hatching (ALH) – die „Schlüpfhilfe“

Die Eizelle bzw. der Embryo ist von einer festen Hülle umgeben, der sogenannten Zona pellucida. Wenn der Embryo im Laufe seiner Entwicklung das Blastozystenstadium erreicht, muss er aus dieser Hülle schlüpfen, um sich in der Gebärmutter einnisten zu können. Manchmal ist diese Hülle jedoch „verhärtet“ oder überdurchschnittlich dick, was eine Einnistung erschwert oder sogar unmöglich macht. In diesen Fällen wird die Zona pellucida mittels Laser eingeritzt bzw. ausgedünnt, um dem heranwachsenden Embryo das „Schlüpfen“ – und somit auch die Einnistung – zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.

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Einnistungsphase (Lutealphase)

Mit der Eizellentnahme beginnt die zweite Zyklushälfte, die sogenannte Gelbkörperphase. In dieser Phase wird die körpereigene Gelbkörperhormonproduktion medikamentös unterstützt, wodurch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) optimal auf die Einnistung des Embryos vorbereitet wird. Die in der Lutealphase verwendeten Medikamente können als intramuskuläre Depotspritzen, subkutane Injektionen, Tabletten oder Vaginalzäpfchen verabreicht werden.

Zwei Wochen nach der Befruchtung der Eizellen kann eine Schwangerschaft frühestmöglich durch den Nachweis des Schwangerschaftshormons hCG im Blut oder im Harn festgestellt werden. Bei nachgewiesener Schwangerschaft wird die Unterstützung der Lutealphase bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur IVF.

Wie läuft eine IVF-Behandlung grundsätzlich ab?

Eine IVF verläuft in der Regel in sieben Schritten: hormonelle Stimulation der Eierstöcke, Eizellentnahme, Samengewinnung, Befruchtung im Labor, Embryotransfer, bei Bedarf eine laserunterstützte Schlüpfhilfe (Assisted Hatching) und die medikamentöse Unterstützung der Einnistungsphase. Den vollständigen Ablauf mit allen Details finden Sie oben auf dieser Seite beschrieben.

Wie lange dauert eine IVF – und wie oft muss ich ins Institut kommen?

Ein IVF-Zyklus entspricht in seiner Dauer etwa einem Monatszyklus: rund zwei Wochen Stimulation, dann die Eizellentnahme, wenige Tage später der Embryotransfer und anschließend etwa zwei Wochen Wartezeit bis zum Schwangerschaftstest. Tägliche Arztbesuche sind nicht notwendig – die Hormone können Sie selbst oder Ihr Partner verabreichen. Für die Ultraschall- und Hormonkontrollen kommen Sie mehrmals kurz zu uns.

Wie hoch sind die Chancen einer IVF – und welche Rolle spielt das Alter?

Die wichtigste Einflussgröße ist das Alter der Frau: Mit steigendem Alter nehmen Anzahl und Qualität der Eizellen ab, und damit sinken die Aussichten pro Behandlungszyklus. Zusätzlich wirken die hormonelle Ausgangssituation, Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck und Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Stress, Nikotin und übermäßiger Alkoholkonsum mit. Wie Ihre persönliche Ausgangslage einzuschätzen ist, besprechen wir anhand Ihrer Befunde – seriös lässt sich das nur individuell beantworten.

Was ist der Unterschied zwischen IVF und ICSI?

Bei der IVF werden einige 100.000 aufbereitete Spermien zu jeder Eizelle gegeben; das Spermium findet den Weg in die Eizelle selbst. Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium ausgewählt und mit einer feinen Hohlnadel direkt in die Eizelle eingebracht. Die IVF setzt einen im Wesentlichen normalen Samenbefund voraus – die ICSI ist die Methode der Wahl, wenn die Samenqualität deutlich eingeschränkt ist. Alle weiteren Schritte sind bei beiden Methoden gleich.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat eine IVF?

Die hormonelle Stimulation kann zu Spannungsgefühl im Unterbauch, Stimmungsschwankungen und – in seltenen Fällen – zu einer Überstimulation der Eierstöcke führen; deshalb kontrollieren wir engmaschig per Ultraschall und passen die Dosierung individuell an. Die Eizellentnahme ist ein kurzer ambulanter Eingriff unter Schlaf- und Schmerzmitteln, bei dem wie bei jedem Eingriff seltene Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen möglich sind. Werden mehrere Embryonen übertragen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft. Wir klären Sie über alle Punkte vor Behandlungsbeginn ausführlich auf.

Wie viele IVF-Versuche sind sinnvoll?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Häufig sind mehrere Zyklen notwendig, und ein erfolgloser Versuch bedeutet nicht, dass die Methode für Sie nicht funktioniert – jeder Zyklus liefert uns zusätzliche Informationen über Stimulationsverhalten, Eizellqualität und Embryonalentwicklung. Diese Informationen nutzen wir, um den nächsten Zyklus anzupassen. Gleichzeitig sagen wir Ihnen offen, wenn wir einen anderen Weg für aussichtsreicher halten.

Was kostet eine IVF und was übernimmt der IVF-Fonds?

In Österreich kann der IVF-Fonds einen Teil der Kosten einer IVF- oder ICSI-Behandlung übernehmen, wenn bestimmte medizinische und persönliche Voraussetzungen erfüllt sind – dazu gehören unter anderem die Indikation und Altersgrenzen. Das Wunschbaby Institut Feichtinger hat seit dem Jahr 2000 einen Vertrag mit dem IVF-Fonds. Ob eine Kostenbeteiligung in Ihrem Fall möglich ist und welcher Eigenanteil bleibt, prüfen wir vorab gemeinsam mit Ihnen und stellen Ihnen alles transparent dar, bevor Sie sich entscheiden.

Muss ich mich für eine IVF krankschreiben lassen?

Die meisten Frauen arbeiten während der Stimulationsphase normal weiter – die Kontrolltermine sind kurz. Für den Tag der Eizellentnahme sollten Sie sich freinehmen, da Sie Schlaf- und Schmerzmittel erhalten und danach nicht selbst Auto fahren dürfen; anschließend ist eine Beobachtungszeit von einer bis zwei Stunden bei uns vorgesehen. Auch am Tag des Embryotransfers empfiehlt sich ein ruhigerer Tagesablauf. Wenn es Ihnen hilft, stellen wir eine Bestätigung aus – sprechen Sie uns einfach darauf an.

„Ich habe nach einem Jahr Klinik gewechselt, nach 3 Fehlversuchen. Bei Doktor Feichtinger hat es direkt beim ersten Mal geklappt. Ich bin sehr zufrieden & habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Der Wechsel der Klinik war die beste Entscheidung.“

DocFinder-Bewertung · IVF im Wunschbaby Institut Feichtinger
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