Anders sieht es jedoch aus, wenn der ersehnte Nachwuchs auf sich warten lässt und ausbleibt. Besonders Paare in Kinderwunschbehandlungen beschreiben ihr Privatleben als manchmal unromantisch und programmiert.
Dies erscheint auch verständlich, zumal es nicht nur ärztlich zu direktiven Anordnungen im Laufe der Therapie kommt, beispielsweise die Einhaltung einer Karenzzeit zur optimalen Auswertung eines Spermiogramms oder bestmögliches Timing von Geschlechtsverkehr im Zyklusmonitoring, auch medial prasselt über das Internet und diverse Ratgeber eine Unmenge an Information über vermeintlich korrekte Verhaltensmaßnahmen auf das Paar ein.
Psychologen raten hier zu verblüffenden Ansätzen: Gemeinsame Abende verbringen, ohne den Kinderwunsch im Mittelpunkt stehen zu lassen, tanzen gehen, den Partner und die Partnerin wieder bewusst mit zärtlichen Berührungen erleben sowie auf Sex bewusst zu verzichten, wenn man einfach keine Lust hat.
Angesichts der Tatsache, dass wir Männer und Frauen oft auch zeitlich gestresst erleben, sind dies sehr nützliche Ratschläge, oft aber gar nicht so leicht umzusetzen. Wir raten Paaren regelmäßig zu psychologischer Unterstützung, womit der richtige Umgang mit der außergewöhnlichen Situation in den Mittelpunkt rückt und Lust auf Sex wieder losgelöst vom Kinderwunsch erlebt werden kann.


