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Männer und Unfruchtbarkeit: Welche Faktoren spielen eine Rolle?

2. Dezember 2024 ·Priv. Doz. DDr. Michael Feichtinger
Männer und Unfruchtbarkeit: Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Eine der häufigsten Ursachen für männliche Unfruchtbarkeit ist eine Beeinträchtigung der Spermienqualität oder -produktion. Faktoren wie genetische Anomalien, hormonelle Störungen, Infektionen, Erkrankungen wie Varikozele (Krampfadern im Hodensack) oder die Exposition gegenüber Umweltgiften können die Qualität der Spermien beeinträchtigen und die Produktion reduzieren.

Besonders der Lebensstil spielt eine bedeutende Rolle bei der männlichen Fruchtbarkeit. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Mangel an körperlicher Aktivität und hohe Stressbelastung können alle die Spermienqualität und -produktion beeinträchtigen. Aber auch bestimmte medizinische Probleme wie Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder Krebs und die Behandlungen dieser Erkrankungen können die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Auch Stress, Angstzustände oder Depressionen können sich auch auf die männliche Fruchtbarkeit auswirken, indem sie hormonelle Veränderungen verursachen oder den Sexualtrieb beeinträchtigen.

Die Hoden sind empfindlich gegenüber Hitze. Häufiges Sitzen, enge Kleidung, heiße Bäder oder Saunabesuche können die Temperatur in den Hoden erhöhen und die Spermienproduktion beeinträchtigen.

Ähnlich wie bei Frauen nimmt auch bei Männern die Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter ab. Die Qualität und Quantität der Spermien können im Laufe der Zeit abnehmen, was die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung verringern kann.

Es ist wichtig zu betonen, dass männliche Unfruchtbarkeit oft behandelbar ist. Paare, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, sollten gemeinsam mit einem Reproduktionsmediziner oder einem Urologen eine umfassende Untersuchung durchführen, um die Ursachen der Unfruchtbarkeit zu ermitteln. Abhängig von der Diagnose stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, darunter Hormontherapie, chirurgische Eingriffe, assistierte Reproduktionstechniken wie In-vitro-Fertilisation (IVF) mit intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) und Veränderungen des Lebensstils.

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