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Schlafrhythmus beeinflusst Risiko für Schwangerschaftskomplikationen

2. Juni 2025 ·Priv. Doz. DDr. Michael Feichtinger
Schlafrhythmus beeinflusst Risiko für Schwangerschaftskomplikationen

Bereits zuvor konnte gezeigt werden, dass ein unregelmäßiger Schlafrhythmus die weibliche Fruchtbarkeit negativ beeinflussen kann. Eine neue US-amerikanische Studie, veröffentlicht im renommierten Fachjournal Human Reproduction, geht nun einen Schritt weiter: Sie untersucht den Zusammenhang zwischen Schlafverhalten vor der Schwangerschaft und dem Auftreten von Komplikationen während der Schwangerschaft.

Die Forscher:innen analysierten die Schlafgewohnheiten von mehr als 1.200 Frauen vor der Schwangerschaft und setzten diese in Relation zum späteren Schwangerschaftsverlauf. Das Ergebnis: Während sich die Schlafdauer – also ob Frauen kürzer oder länger schliefen – nicht signifikant auf das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen auswirkte, zeigte sich ein klarer Zusammenhang mit der Schlafenszeit.

Frauen, die regelmäßig früh ins Bett gingen, hatten ein signifikant geringeres Risiko für Komplikationen wie Frühgeburt, Schwangerschaftsdiabetes oder Schwangerschaftshochdruck. Entscheidend scheint also weniger die Länge, sondern der Rhythmus des Schlafes zu sein – und insbesondere, ob dieser im Einklang mit der „inneren Uhr“ steht.

Ein besonderes Augenmerk richteten die Studienautor:innen auf den sogenannten sozialen Jetlag. Dieser beschreibt ein unregelmäßiges Schlafmuster, das durch berufliche oder soziale Verpflichtungen entsteht. Frauen, die vor der Schwangerschaft unter einem solchen sozialen Jetlag litten, hatten ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft.

Ein regelmäßiger und natürlicher Schlaf-Wach-Rhythmus, im Einklang mit der inneren Uhr, kann also nicht nur unsere allgemeine Gesundheit verbessern – er wirkt sich auch positiv auf die Schwangerschaft aus und kann zukünftige Komplikationen vermeiden helfen. Für Frauen mit Kinderwunsch ist es daher sinnvoll, schon vor der Schwangerschaft auf gesunde Schlafgewohnheiten zu achten.

Quelle:Freeman, J. R., Whitcomb, B. W., Bertone-Johnson, E. R., O’Brien, L. M., Dunietz, G. L., Purdue-Smithe, A. C.,…Mumford, S. L. (2025). Preconception sleep, pregnancy loss, and adverse pregnancy outcomes among women with a history of pregnancy loss. Human Reproduction. https://doi.org/10.1093/humrep/deaf074

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